würdet ihr euch nochmal einen Megane E-Tech kaufen?

  • Ich würde den MeganE auch erneut kaufen, 73.000 km in 39 Monaten als Erstfahrzeug. Funktioniert im Alltag einwandfrei und auch zwei Familien-Urlaube nach Frankreich und Italien mit je 5.000 km waren dabei.


    22 kW AC Lademöglichkeit ist meiner Meinung nach unverzichtbar, gerade erst letztens wieder am Flughafen Oslo beim Abholen/Abgeben von Besuch genutzt.


    AHK war auch ein Kaufgrund und nicht selbstverständlich in der Fahrzeugklasse. Ansonsten reicht mir die "einfache" Equilibre-Variante völlig. Ein Wunsch wäre nur im Winter hin und wieder eine manuelle Vorkonditionierung der Batterie.


    Und ein Punkt, der mich als einziges wirklich richtig ärgert: Das Tropfen von der geöffneten Heckklappe nach einer Regenfahrt. Das ist wirklich nervig ohne Ende...


    /Daniel

    Renault Zoe R90 Z.E. 40 Intense seit 02/2018 | Renault Megane E-Tech Electric EV60 Equilibre seit 12/2022

    Wallbox: 2x Easee Charge Lite | PHP-Skript für Renault Zoe/MeganE: ZoePHP | Tipp Kartendienst: ChargeFinder

  • 22 kW AC Lademöglichkeit ist meiner Meinung nach unverzichtbar, gerade erst letztens wieder am Flughafen Oslo beim Abholen/Abgeben von Besuch genutzt.

    Habe ich in 2 Jahren und knapp 20'000 km MeganE-Betrieb nie benötigt.

    Das Kabel mühsam rauszupobeln und im Schiffwetter wieder im Kofferraum zu verstauen?

    Genau so sollte Elektromobilität nicht laufen. Das ist heute völliger Quatsch.


    Zeigt mir mal wieder, wie wenig das hier versammelte Publikum repräsentativ für

    die Elektromobilität und für den MeganE ist. Es hat. nämlich einen Grund, warum

    der MeganE einer der ganz wenigen PWs geblieben ist, die eine 22kW-AC-Lademöglichkeit

    ab Werk ohne Aufpreis bieten.

    Scenic Esprit Alpine in noir étoile seit 30.12.25.

    Meine Autohistorie: Citroën GS; Citroën GSA; Citroën BX GTi; Citroën BX GTi Autom.;

    Volvo 850 20V; Volvo 850 II 20V; Volvo 850 III T5, Volvo V70 T5; Volvo V70 D5;

    Volvo C70 D5; Mégane E-Tech Iconic. 🇨🇭

  • Auch auf die Gefahr hin von den Fanboys gleich angeflogen zu werden - aber für mich war es vorerst der letzte Renault.

    Der Megane (Techno) ist für mich (ca. 40tkm gefahren) eigentlich cool zu fahren, abgesehen vom fehlenden One-Pedal-Drive.

    Außerdem ist er mir - ich dachte zuerst daran kann ich mich gewöhnen - doch auch etwas zu klein, es ist innen schon alles recht beengt.

    Empfinde ihn als recht effizient.
    Interieur finde ich sehr gelungen (Design können die Franzosen halt) und auch funktional und recht intuitiv bedienbar - wenn denn alles funktioniert.

    Akkugröße (60kWh) ist ausreichend, kleiner möchte ich aber nix mehr.

    AC-Lader mit 22kW ist super, dafür ist der DC-Lader über 50% SOC auch nicht viel schneller.


    Aber - und vielleicht war es auch nur Pech - hatte ich einige Probleme:
    - Tankdeckelverschluss defekt (obwohl noch in Garantie wurde dies verrechnet mir aber vom Vorbesitzer rückerstattet 400.-)

    - Scheinwerfer Aussetzer (wurde in der Werkstatt durch Update behoben - Kulanz durch Werkstatt)

    - Rundumkamera-Steuergerät Totalausfall (nach wenigen hundert Betriebsstunden kann man hier eigentlich nur von Schrott sprechen) - wurde nix kulanziert und mit 1000.- veranschlagt

    - Hinteres Stoßdämpfer-Bumper-Thema - die werden bei Kälte so hart, dass der Megane bei jeder größeren Unebenheit im Winter scheppert wie ein alter Tiger-Panzer - werden beim nächsten Reifenwechsel erneuert (angeblich ca 500.-)


    Was mich besonders stört:

    Die Geheimniskrämerei und das systematische Benutzer-blöd-halten von Renault

    Viele relevante Parameter (z.B. SOH) kann ich nicht einfach über irgendeinen OBD-Scanner aus MEINEM AUTO auslesen, sondern sind anscheinend "streng geheime Kommandosache".

    Solche Dinge gehen gar nicht. Beim nächsten Auto muss ich darauf besser achten, beim Vorgänger war das kein Thema.

    Wenn man an die Daten nicht rankommt, kann niemand z. B. eine App machen, die viel mehr bietet als die offizielle (z. B. LeafSpy beim Nissan Leaf), oder sich halt z. B. einen Überblick zu verschaffen. Um den SOH zu erfahren muss ich in die Werkstatt fahren (*kopschüttel*)


    Ansonsten auch ein paar Dinge die - eigentlich gar nicht so wichtig sind - mich aber trotzdem teilweise rasend machen:
    - OTA-Updates vollkommen erratisch, scheinbar strategielos und selten.

    - Seltsame Logik beim Vorkonditionieren der Batterie und Ungewissheit über die Funktion

    - Audiosystem buggy (gelegentliche Abstürze, dementer MP3-Player, 200-Files/Verzeichnis-Limit, USB-Stick zum Abspielen unbrauchbar, DAB-Empfang schwach)

    - Funktionsumfang der App ist indiskutabel.

    - Konnektivität war anfangs oft nicht gegeben, ist aber in den letzten Monaten deutlich besser geworden

    - Elektrische Heckklappe wäre toll, weil da hinten greift man praktisch immer in den Dreck beim Öffnen oder Schließen.



    Kurz: Wenn unser alter Verbrenner Qashqai die Schlapfen streckt werde ich mal eine andere BEV-Marke versuchen.

    Vielleicht ists auch nicht besser, aber versuchen kann man's ja... :saint:



  • Nach dreieinhalb Jahren und 53tkm ziehen wir grundsätzlich ein positives Fazit, trotz des defekten Akkus letzten Herbst. Außer diesem gab es keinerlei technischen Defekte. Der Verschlussmechanismus des Ladeanschluss-Deckels funktioniert noch immer einwandfrei dank rechtzeitiger Schmierung und leichten Nachfettens ab und zu. Mit Stoßdämpfern oder Spurstangen gab es keine Auffälligkeiten.

    Der Radioempfang war mal einige Monate sehr schlecht. Die Werkstatt, bei der ich gekauft hatte, war so unterirdisch, die hatten dafür keine Abhilfe (nicht mal den richtigen Reifendruck nach Räderwechsel kriegten die gebacken!). In der Nähe unseres heutigen Wohnortes fand ich einen Renault-Händler, der sich kümmert und solche Dinge sofort löst.


    Die Akkugröße passt uns genau, aber auch mit etwas weniger würden wir auskommen. Ladeleistung AC 22kW war in der Zeit, bevor wir hier die eigene Wallbox bekamen, super. Denn hier am Ort gibt es keine DC-Lader, und so konnte ich komplett aufladen z.B. während eines Restaurantbesuchs, oder beim Einkaufen ausreichend nachladen. Jetzt ist das Feature gelegentlich hilfreich, wenn an einem Zielort ein AC-Lader ist und wir uns dort nicht allzu lange aufhalten. Die Handhabung des Ladekabels ist ja wirklich kein Aufwand (dank Tasche mit Klettverschluss an der Seite des Kofferraums, somit immer zugänglich), auch wenn ein einzelner User hier nicht müde wird, dies als Ding der Unmöglichkeit darzustellen. Im Gegensatz zu Diesel-Zapfpistolen stinkt das Kabel nicht!


    Klimaautomatik, Licht, Fahrwerk und Materialien des Innenraumes finden wir sehr gelungen. Die etwas lauten Windgeräusche wären verbesserungswürdig. Der weiße Lack ist sehr anfällig für Flugrost; helle Zweischicht-Lackierungen waren für die Variante damals nicht verfügbar, somit bedeutet das halt intensives Reinigen und Polieren jedes Frühjahr.

    Die Außenmaße sind noch nicht zu üppig; einzig die Breite ist für normgerechte Stellplätze grenzwertig.


    Der 130PS-Antrieb unseres Evolution ER reicht voll aus, auch mit 500kg-Anhänger (für uns ein Muss) über schwere Alpenpässe. Durch die geringere Leistung ist wahrscheinlich auch der Reifenverschleiß geringer; die Original-Sommerreifen haben noch über 4mm, die Winterräder jetzt 4vorn/4,5 hinten und müssen im Herbst zumindest vorn erneuert werden.


    Ein Highlight ist die Navigation mit Echtzeit-Daten und aus meiner Sicht optimaler Akku-Vorkonditionierung. Die Sprachsteuerung lässt gelegentlich zu wünschen übrig, dafür gibt es die feinen echten Tasten für alles, was wichtig ist.


    Bezüglich Updates, Daten auslesen usw. bin ich ein Exot: Es interessiert mich nicht, solange das Auto funktioniert. Wenn nicht, erwarte ich rasche Abhilfe in der Werkstatt.


    Wir wollen das Auto lange fahren, schon wegen des erheblichen Wertverlustes in den ersten Jahren. Nach heutiger Marktlage wäre ein Nachfolger eher R4 oder R5; vielleicht sogar ein ID Polo. An dem stört uns nur eins: Permanentmagnet-erregter Motor, d.h. mit seltenen Erden. Renault verzichtet glücklicherweise auf dieses ökologisch sehr problematische Material; zusammen mit der großen Fertigungstiefe in der EU ein für uns sehr starkes Argument für die Marke!


    Edit: Von den Assistenzsystemen nutze ich gern den Abstandstempomaten, aber nur bei sehr dichtem Verkehr oder Stau und nur auf Schnellstraße/Autobahn. In der Stadt ist der Begrenzer an. Dass die Hinderniserkennung funktioniert, hat mich auch mal vor Schaden bewahrt. Der Totwinkel-Assistent bewährte sich ebenfalls, die LED im Spiegel erleichtert den Spurwechsel, daran haben wir uns schnell gewöhnt.

    Rekuperation steht bei mir auf höchster Stufe, wobei schade ist, dass dies bei jeder Fahrt neu eingestellt werden muss. Im ländlichen Raum ist das fast OPD. Auch die bei uns unvermeidlichen langen Bergabfahrten sind damit erleichtert, ohne die Bremse zu betätigen.

    Auch hier Fazit: Passt, bei geringem Verbesserungsbedarf.

    Grüße aus Tirol


    Renault Megane E-Tech Evolution ER weiß, Active Driver Assist & Winterpaket, Auslieferung 5.10.22

    Einmal editiert, zuletzt von leisure17 ()

  • Das Kabel mühsam rauszupobeln und im Schiffwetter wieder im Kofferraum zu verstauen?

    Genau so sollte Elektromobilität nicht laufen. Das ist heute völliger Quatsch.

    Die Alternative wäre in meinem Beispiel gewesen, dass Auto in dem überdachten Parkhaus mit 380 Ladeplätzen an einem Platz ohne Lademöglichkeit zu parken. Auf dem Rückweg hätte ich dann einen Ladestopp von ca. 15 Minuten einlegen müssen und hätte für den Strom auch noch 1/3 mehr bezahlt. Das ist doch völliger Quatsch.

    Zeigt mir mal wieder, wie wenig das hier versammelte Publikum repräsentativ für

    die Elektromobilität und für den MeganE ist.

    Ich möchte auch gar nicht repräsentativ sein, wenn man dafür unlogischen Quatsch machen soll.

    Ich möchte auch nicht repräsentativ sein, wenn mein Verhalten alte Diesel- und Benzinzeiten nachahmen soll.


    /Daniel

    Renault Zoe R90 Z.E. 40 Intense seit 02/2018 | Renault Megane E-Tech Electric EV60 Equilibre seit 12/2022

    Wallbox: 2x Easee Charge Lite | PHP-Skript für Renault Zoe/MeganE: ZoePHP | Tipp Kartendienst: ChargeFinder

  • Die Alternative wäre in meinem Beispiel gewesen, dass Auto in dem überdachten Parkhaus mit 380 Ladeplätzen an einem Platz ohne Lademöglichkeit zu parken. Auf dem Rückweg hätte ich dann einen Ladestopp von ca. 15 Minuten einlegen müssen und hätte für den Strom auch noch 1/3 mehr bezahlt. Das ist doch völliger Quatsch.

    Ich möchte auch gar nicht repräsentativ sein, wenn man dafür unlogischen Quatsch machen soll.

    Ich möchte auch nicht repräsentativ sein, wenn mein Verhalten alte Diesel- und Benzinzeiten nachahmen soll.


    /Daniel


    So ein singuläres Event ist nicht relevant. Hast Du früher auch immer einen Kanister Benzin

    dabei gehabt, damit Du nicht an die Tankstelle musstest?


    Das nächste Mal sorgfältig(er) planen, dann wird das schon klappen. ;)


    BTW: Die Reichweite eines MeganE ist selbst bei einer reinen Autobahn-Anfahrt

    immer mindestens 300 km eher 350 km.

    Scenic Esprit Alpine in noir étoile seit 30.12.25.

    Meine Autohistorie: Citroën GS; Citroën GSA; Citroën BX GTi; Citroën BX GTi Autom.;

    Volvo 850 20V; Volvo 850 II 20V; Volvo 850 III T5, Volvo V70 T5; Volvo V70 D5;

    Volvo C70 D5; Mégane E-Tech Iconic. 🇨🇭

  • Würde ich mir nochmal einen Megane leasen? Kurze Antwort: Nein
    Das liegt aber nicht am Megane e-tech selbst, sondern daran wie der Leasinggeber nach einem von mir selbstverschuldeten Unfall mit dem Leasingnehmer umgeht. Das ist eine reine kommunikative Katastophe, man erhält keine klare Aussagen, bekommt keine Vorgangsnummer, kann das von der Werkstatt vorliegende Gutachten (von einer Gutachtergruppe die mit Renault zusammenarbeitet!) nicht selbst Mobilize /RCI zukommen lassen, die Versicherung kann daher auch nicht tätig werden, es wird kein Ersatzfahrzeug geschweige denn Mietfahrzeug gestellt.... Selbst die Werkstatt reagiert mittlerweile mit Kopfschütteln und sagt, sowas habe sie noch nie erlebt (und die reparieren viele Renaults aller Art, ein Drittel der Kunden fährt rein-elektrisch)
    Von daher war das mein letzter Renault :(
    Mit dem Megane etech habe ich jetzt gute 63350 km gefahren, bevor es zum Unfall kam. Durchaus zufrieden, Schulnote 2(+), keine technischen Auffälligkeiten. Am liebsten mit Abstandstempomat unterwegs. Die 360° Kamera ist ein muss, gerade beim Einparken und Rückwärtsfahren. Den Kamera Rückspiegl nutze ich hingegen so gut wie nie. Was mich stört, ist das es seit geraumer Zeit keine OTAs mehr gibt, das Versprochene Update auf eine höhere Android Version ausbleibt und die Internetverbindung immer wieder mal abreisst. Eher nervige Kleinigkeiten. Was mich mittlerweile schon stört, ist die lange Ladezeit am HPC, vor allem im Winter. 40 min + für 50 kWh nachladen, wenn es ganz kalt wird sogar mal über 1h, das ist nicht mehr State of the Art. Da ich nicht zu Hause lade kann und im Alltag an den HPCs von EnBW oder Teslas Sucs parallel zum Einkaufen lade, ist es gerade nooch erträglich. Und ja, ich würde auch gerne mal ein bisschen schneller fahren dürfen. Ja, ich bin durch die E Mobilität allgemein mehr als früher und gerne etwas schneller unterwegs, da finde ich die 168 km/h max auf dem Tacho schon zu langsam. ;) Ich mutiere noch zur Racing Queen...
    Wenn ich jetzt nich gerade mitten in diesem Desaster mit RCI stecken würde, wäre mein nächster nach Auslaufen der regulären Leasingdauer Ende 2027 wahrscheinlich der Alpine A390 GT oder GTS in Alpine blau geworden...
    So wird es aller Häme über Tesla zum Trotz wahrscheinlich ein Tesla Model 3 LR / AWD oder sogar der Performance mit FSD Paket (natürlich in ultra red) allerdings gekauft, nicht geleast... (ich hatte im Januar eine Probefahrt mit Tesla FSD supervised in Straßbourg gemacht und es war crazy zu sehen, dass da während der 45 minütigen Probefahrt auf einer von mir gewünschten Route bei feinem Nieselregen und Nebel keinerlei Fehler gemacht wurden, weder innerorts in reinen rechts vor links Wohngebieten, noch in einer Fahhradstraße , noch Landstraße und Autobahn. Nach einer Minute hatte ich vergessen, dass da kein Mensch fuhr - mit FSD wäre mir der blöde Abbiegeunfall vielleicht nicht passiert). Außer Tesla kämen im Moment noch ein XPeng P7+ oder ein Hyundai Ioniq 5N in Frage..
    Irrgendwie schade, das das ganze jetzt so einen blöden Verlauf nimmt, trauere dem Megane e-tech schon ein wenig hinterher. :(

    Megane e-tech 100% electric, Techno EV60 220hp optimum charge, Priority-Lane Paket, DezirRot, abnehmbare AHK, Ganzjahresreifen, bestellt am 13.07.22, VIN am 26.07.22, gebaut am 13.12.22, beim Händler am 22.12.22, zugelassen am 27.12.2022, seit dem 06.01.2023 damit unterwegs


    zuletzt Twingo 3 BJ 2016, mit 100258 km auf dem Tacho in Zahlung gegeben

  • Habe ich in 2 Jahren und knapp 20'000 km MeganE-Betrieb nie benötigt.

    Das Kabel mühsam rauszupobeln und im Schiffwetter wieder im Kofferraum zu verstauen?

    Genau so sollte Elektromobilität nicht laufen. Das ist heute völliger Quatsch.

    Ich nutze 22 kW auch ziemlich oft und wäre sehr traurig das bei 'nem zukünftigen Auto nicht mehr zu haben.

    Preiswert und einigermaßen schnell und bei meinen Lieblings-Ladeplätzen kann das Kabel sogar im Kofferraum bleiben. 8)


    Mich nerven im Megane die ganzen kleinen Software-Bugs und die schlechte App.