Frage zur Wartung des eCall-Systems beim Renault MeganE

  • Info auf schwedischer Renault-Website:


    Systemtyp:

    Open R-Link


    Fahrzeugmodelle:

    Renault 5 E-Tech electric, Renault 4 E-Tech electric, Neuer CLIO, Scenic E-Tech electric, Mégane 100% elektrisch, Austral, Espace 6, Rafale, Captur 2, Master 4.


    Hat eCall?

    Ja.


    Hat vernetzte Dienste?

    Ja.


    Funktioniert es, wenn nur noch 4G/5G verfügbar ist?

    eCall funktioniert nicht, aber aktivierte vernetzte Dienste funktionieren.


    Gibt es eine geplante Lösung/Maßnahme?

    In Prüfung / wird untersucht.


    /Daniel

    Renault Zoe R90 Z.E. 40 Intense seit 02/2018 | Renault Megane E-Tech Electric EV60 Equilibre seit 12/2022

    Wallbox: 2x Easee Charge Lite | PHP-Skript für Renault Zoe/MeganE: ZoePHP | Tipp Kartendienst: ChargeFinder

  • Folgende Antwort habe ich von Renault erhalten, zwar für den Scenic, aber das sollte hier auch gelten:


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    Grundsätzlich erfüllen die Fahrzeuge der Group Renault die zulassungstechnischen Voraussetzungen bei Erlangung der Typgenehmigung. Beim Thema eCall handelt es sich um eine Veränderung, welche durch die Mobilfunknetzbetreiber hervorgerufen wird und auf die Renault keinen Einfluss hat.

    Erlauben Sie uns zunächst eine allgemeine technische Information zum Thema eCall. Zunächst muss beachtet werden, dass bei einem eCall zwei Kommunikationen stattfinden. Zum Einen der Versand eines Datenpaketes mit technischen Daten, Standort usw. und zum Anderen muss eine herkömmliche Sprachverbindung (zur Rettungsleitstelle) aufgebaut werden. Der bisherige eCall ist von der EU-Verordnung her so festgelegt, dass der Datenversand und die Sprachverbindung über 2G/3G zu erfolgen haben.

    Da die 4G- & 5G-Mobilfunknetze unter anderem für die Sprachübermittlung andere technische Standards nutzen, wodurch in einem solchen Mobilfunknetz die technisch festgelegten Vorgaben des bisherigen eCall nicht realisiert werden können, wurden neue Vorgaben eines Nachfolgesystems, dem sogenannten NG-eCall, zur Nutzung der 4G- und 5G-Netze festgelegt.

    Da zwischen dem bisherigen eCall gegenüber dem neuen NG-eCall vollkommen andere technische Vorgaben bestehen, wird mit Abschaltung der 2G/3G-Netze eine Nutzung dessen nicht möglich sein und auch eine technische Änderung der älteren zur neuen Technologie ist ohne Verlust der bisherigen Typengenehmigung nicht möglich.

    Bisherige Fahrzeuge müssen den bisherigen eCall nutzen und ab 2026 muss bei neu auf den Markt eingeführten Fahrzeugmodellen das Nachfolgesystem NG-eCall vorhanden sein. Daher sind auch Fahrzeuge bei einer 2G/3G-Abschaltung von dem eCall-Ausfall betroffen, welche bereits mit Telematikeinheiten mit 4G-Technologie ausgestattet sind. Diese Telematikeinheiten nutzen für den eCall aufgrund der Vorschriften trotzdem ausschließlich das 2G/3G-Netz.

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    So viel ich weiß, gibt es in Europa noch kein Land, das 2G und 3G abgeschaltet hat. Ich konnte bis jetzt leider nicht herausfinden, ab wann Renault NG eCall verbaut.

  • Hier noch ein allgemeiner Artikel des ADAC: https://www.adac.de/news/auto-next-generation-ecall/


    Da haben sich die Bürokraten mal wieder selbst übertroffen :evil:


    Man kann also noch das ganze Jahr 2026 Autos mit dem alten eCall-System verkaufen, dass dann z.B. in Schweden schon ab 2028 und in Deutschland ab 2029 nicht mehr funktioniert.


    Oder in meinem persönlichen Fall funktioniert eCall genau 5 Jahre im MeganE und das ab diesem Jahr auch nur in einem von vier Netzen (Telia, am besten ausgebaut). Die anderen drei Netze in Schweden haben 2G zum jetzigen Jahreswechsel abgeschaltet. Und diese Info gab es schon vor Jahren. Ab 2028 bin ich also wieder auf dem Stand vor dieser an sich sinnvollen Erfindung.


    Und für diesen regulatorischen Murks darf der Kunde X € für das eCall-Modul an den Autohersteller bezahlen :cursing:


    /Daniel

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  • Wir wissen ja nicht, ob das neue System bereits verbaut ist. Die Info von Renault halte ich für ziemlich falsch, denn dann bräuchte Renault ab 2027 für jedes Modell eine neue Typengenehmigung. Und das ist definitiv falsch.


    Ich sehe es sogar so, dass wenn Autos im Lager/Autohaus stehen, die erstmalig 2027 zugelassen werden, nicht mehr zugelassen werden dürfen. Deshalb würde ich als Autohersteller hier vorsorgen und das neue System bereits seit einiger Zeit verbaut haben.


    Woher weiß denn eigentlich die Zulassungsstelle, welches System verbaut ist? Wo steht das?

  • Ich sehe das positiv. Wenn das Ding nicht mehr funktioniert, entfällt auch die Notwendigkeit des turnusmäßigen Wechsels einer evtl. vorhandenen Pufferbatterie. Geld gespart!

    Wer glaubt denn bitte ernsthaft, dass wegen eines nicht mehr nutzbaren eCall-Moduls eine Typgenehmigung erlischt? Sind denn im Zuge des Abgasskandals irgendwelche Typgenehmigungen erloschen, die nachweislich unter Vorspiegelung falscher Tatsachen (massive Überschreitung der zulässigen Schadstoffgrenzwerte) erschlichen wurden? Musste auch nur ein Autofahrer deswegen auf eigene Kosten irgendwelche Nachrüstungen durchführen?

    She: Zoe R135 Z.E.50 Intens 11/2021 Winter CCS

    Me: MéganE Evolution ER 12/2022 C&AD WP GJR

    Bestellung 28.11.2022 ;) Zulassung 06.12.2022 8| Abholung 13.12.2022 :D

  • Laut meiner Vertrags/Garantie-Bedingungen ist die Funktion eCall bis 2052 garantiert. Da werden sich die Hersteller (ist ja kein Renault-Problem) was einfallen lassen müssen. Bzw. sollten sie schon gemacht haben - mit der Abschaltung von Netzen muss man ja rechnen, das ist ja keine Überraschung. Also, mal abwarten.

    Renault Megane E-Tech Evolution EV60 220hp optimum charge, City/Adv Driv Asst, Produktion 08.11.2022, Übergabe 01.12.2022

  • Hallo,


    Dieses Thema sehe ich entspannt. Bei Bestandsfahrzeugen ist die Erstzulassung bereits erfolgt. Lagerfahrzeuge wären davon betroffen, wenn diese nicht bereits über das neue System verfügen. Die Autohersteller wissen in der Regel, welche neuen Bestimmungen in Kraft treten werden.


    Liebe Grüße

    Udo

    RFC = Renault Espace V dCI 160 EDC Initial Paris in Cassio-Grau, Innenausstattung Nappa-Leder Maroon/Cameo-Grey, Innenharmonie Maroon Initial Paris (aus allererster Serienproduktion, also nicht mehr Vorserie, aus Mitte Juni 2015), EZ 07/2015, normaler Tempomat, Sonderausstattung: Head-Up-Display, Reserverad, Comfort Paket (Rückfahrkamera und Parkassistent), Winterpaket (beheizte Frontscheibe, Sitzheizung auch hinten, Scheinwerferreinigungsanlage), Ladeschutzkante in Chrom