Megane Verkauf bis auf Weiteres verboten - aber der Broadcom‑Chip hätte’s eh nicht gemerkt

  • Da stimme ich dir zu. Bin da auch verwirrt. Aber ejn Verkaufsverbot für was, was gar nicht mehr hergestellt wird, macht auch keinen Sinn irgendwie.

    Da hast du auch wiederum einen guten Punkt. Die neue, hybride Mégane sollt ja erst kommen und ist ja noch gar nicht am Markt, siehe AMS Artikel :)

    Gruß,
    Martin


    RENAULT MÉGANE E-Tech 100% elektrisch · Techno EV60 220hp · OC · WP · AV & AD · Zulassung 02/2023 :)

    OpenRLink 3.1. (28.2.2025 USB)| Elektromotor 1.1.0 (09.03.2024) | Konnektivität 3.1.0 (13.09.2024)

  • Sobald die vom Gericht festgelegte Sicherheitsleistung hinterlegt ist, wäre das Verkaufsverbot vollstreckbar. Und legt Renault keine Berufung ein, wird das Urteil nach Ablauf der Fristen automatisch rechtskräftig.


    "Der französische Autobauer Renault will gegen eine Entscheidung des Landgerichts München in einem Patentstreit mit dem US-Techunternehmen Broadcom vorgehen."


    Was ist daran unverständlich? Es wird kein einziger Renault weniger verkauft, wegen dieser Posse umd einem Streitwert

    von vielleicht $1, 3 oder 5 pro Renault.


    Es geht lediglich darum, wer bei den Verhandlungen über die vielleicht, aber nur vielleicht,

    ausstehenden Lizenzgebühren den längeren Hebel hat.


    So läuft es immer.

    Scenic Esprit Alpine in noir étoile seit 30.12.25.

    Meine Autohistorie: Citroën GS; Citroën GSA; Citroën BX GTi; Citroën BX GTi Autom.;

    Volvo 850 20V; Volvo 850 II 20V; Volvo 850 III T5, Volvo V70 T5; Volvo V70 D5;

    Volvo C70 D5; Mégane E-Tech Iconic. 🇨🇭

  • Wenn ich das richtig gelesen habe, dann muss Broadcom einen Betrag von ein paar Millionen hinterlegen, damit das Urteil vorläufig vollstreckt wird. Ansonsten muss Broadcom bis zur Berufung warten was dort dann raus kommt


    Welche Taktik wer wählt ist jetzt die spannende Frage :)

    Renault Megane e tech Techno EV60 220hp

    Abnehmbare AHK

    AAOS 12, Open R Link 3.3 USB

    geliefert Dez 2024

  • Prinzipiell finde ich diese Patent-Troll Klagen absolut unerträglich.

    Irgendein Wischi-Waschi Uralt Patent wird nochmal ausgeschlachtet.


    Auch diese Abartigkeit des Patentrechts (weiß nicht ob das nur in Deutschland so ist, oder überall), dass ich mir den Gegner aussuchen darf find ich unfassbar.

    Renault hat ja den Chip nicht produziert der das Patent verletzen soll. Renault hat den Chip, oder das gesamte Modul so eingekauft.

    Entsprechend kann eigentlich nur der Chiphersteller für die Patentverletzung verantwortlich sein, aber weder der Modulhersteller, noch Renault.

    Beide können und müssen ja davon ausgehen, dass der Chiphersteller alle nötigen Lizenzen besitzt um den Chip mit der entsprechenden Technik produzieren zu dürfen.


    Aber dank eines unfassbar asozialen Patentrechts darf ein Patentinhaber den verklagen, bei dem er am meisten Geld wittert.

    Er kann auch einfach 2-3-5 Jahre warten bis sich alles entsprechend etappliert hat bevor er klagt. Damit man maximal viel Erpressungspozenzial hat und maximal viel Geld raus pressen kann.


    Das fand ich schon damals bei Mercedes abartig wo es um ähnliches ging.


    Das ist ein bisschen wie wenn mein Nachbar aus dem Wohnkomplex mir aufs Maul haut, ich aber nicht ihn auf Schmerzensgeld verklage sondern den Besitzer des Wohnkomplexes, weil er den Typen da hat wohnen lassen und weil es beim Besitzer des Wohnkomplexes mehr Geld zu holen gibt.

  • foxb3b3 : Ich denke man muss das juristisch differenzierter betrachten. Lt. Internetrecherche speziell in Deutschland.


    • Einerseits verwendet Renault (und etliche andere namhafte Hersteller) patentierte Technologien in der Fahrzeugarchitektur.
    • Andererseits bedienen sich auch die jeweiligen Zulieferer dieser patentierten Technologien zur Entwicklung und Herstellung der entsprechenden Komponenten.

    Vor diesem Hintergrund kommen grundsätzlich sowohl der Fahrzeughersteller als auch der Zulieferer als eigenständige Patentnutzer in Betracht und können jeweils einer Lizenzpflicht unterliegen.


    Den größeren monetären Benefit hat allerdings der Fahrzeughersteller, da er mit Connectivity Features und z.B. FOTA werben kann. Diese Features wären ohne die Nutzung der patentierten Technologien nicht realisierbar.

    Die EU-Kommission arbeitet daran eine Verordnung über standardessentielle Patente (SEP-VO) hervorzubringen, um eine transparentere und konfliktärmere Zukunft zu gestalten:

    Gruß,
    Martin


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  • Wieso sind eigentlich nur diese zwei Modelle betroffen?

    Gute Frage, eventuell wird genau diese patentierte Ethernet Technologie nur bei diesen 2 Modellen verwendet? Oder nur bei diesen Modellen wurde an den lizenzpflichtigen Patenten “gespart”? Ehrlich gesagt, ist das nur geraten, vielleicht kann jemand hier Licht ins Dunkel bringen?

    Gruß,
    Martin


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