Beiträge von leisure17

    Bei Ganzjahresreifen kommt es halt drauf an, ob die Schnee- und Eistauglichkeit ganz oben auf der Wunschliste steht, oder eher Flachlandwinter mit Schnee als Ausnahme.

    Ich hab den Michelin drauf (18") und bin mit den Wintereigenschaften auch hier im Gebirge bisher ganz zufrieden. Auf Trockenheit und bei Nässe ist die Traktion noch OK, könnte etwas besser sein. Sicher fühlt sich der Reifen für meine Fahrweise aber immer an. Jetzt ist er auf 4mm runter und muss vor dem nächsten Winter getauscht werden. Conti und Goodyear, evtl. Pirelli sind eher Allrounder mit besseren Nass- und Trockenlaufeigenschaften, dafür schwächer bei Eis und Schnee.

    Ich spiele aber mit dem Gedanken, wieder auf klassische Winterreifen zu wechseln, die man bei uns oft braucht. Der GJR verschleißt im Sommer recht schnell und hat dann für den Winter nicht genug Profil, für einen weiteren Sommer ginge es eventuell.

    Ein Rennrad (56er Rahmen) passt bei ausgebautem Vorderrad und ggf. auf 90°eingeschlagenem Lenker gut rein, wenn der rechte Vordersitz nicht zu weit nach hinten geschoben ist. Ich leg das Rad auf die linke Seite (also Kette oben) und schräg, sodass der Sattel soweit möglich links und die Gabel ganz rechts ist. Ein Tuch um die Gabelenden ist sinnvoll, um die Türverkleidung zu schützen.

    MTB müsste auch so funktionieren, aber ohne den Lenker einzuschlagen. Das linke Lenkerende taucht dann in den hinteren Fußraum. Für den Rennradlenker ist das bei mir zu eng, der Fahrersitz müsste dazu weiter vor.

    Die Umrechnung mit 0,6kWh pro % ist nach meiner Erfahrung nicht richtig: Wir mussten am Wochenende bei ähnlichen Wetterbedingungen über 800km fahren, dabei hab ich zufällig zweimal 49% und einmal 51% nachgeladen. Die zugehörige Energiemenge laut Abrechnung des Ladevorgangs lag bei 27,9 bis 28,3 kWh. Also wäre ein Multiplikator von 0,56kWh pro % näher an der Realität.

    Unsere Megane hat das Update übrigens noch nicht erhalten. Der Verbrauch brutto lag über die gesamte Strecke bei 15,4kWh, Anzeige war 14,1. Dabei bin ich für meine Verhältnisse flott gefahren, nicht wie sonst 120 auf der AB, sondern längere Zeit bis 130. Allerdings sagt man mir eine sehr vorausschauende Fahrweise nach. Auch zu Verbrennerzeiten konnte ich die Normwerte oft erreichen. Und, der Anteil Bundes- und Landstraßen auf der Rückfahrt war hoch, etwa die halbe Strecke. Hin dagegen drei Viertel AB.

    Ja, so eindeutig ist das Verhalten nicht, es könnte schon auch andere Ursachen geben. Ich denke halt, die einfachen Sachen sollte man erst mal austesten, bevor man die in Deinem Fall, wegen der Entfernung zum Händler, aufwendige Reklamation startet.

    Dieses Verhalten könnte vielleicht auf einen ganz simplen Fehler zurückzuführen sein:

    Ein Kontaktpin der Signalleitungen in der Ladebuchse des Autos ist verschmutzt oder abgenutzt. Dann kommt, egal an welcher Ladestation, kein ordnungsgemäßer Signalaustausch zustande, dem Auto fehlt eine Meldung der Station und wertet diese als defekt.

    Versuch doch mal, während des Handshakes den Ladestecker ein wenig fester nach oben zu drücken.

    Bei alten Triple-Ladern war das ein bekanntes Problem, wenn die verbauten Stecker schon etwas abgenutzt waren. EnBW hat sogar in seinen FAQ damals darauf hingewiesen, und ich hatte die Erfahrung mit meinem früheren PHV auch gemacht.

    Vermutlich wird sich die Megane dennoch nicht viel besser verkaufen. Menes Erachtens ist die Nische zwischen dem Scenic, der wesentlich mehr Platz und je nach Ausführung deutlich höhere Reichweite bietet, und dem R4/R5 einfach zu klein. Der R5 sieht viel schicker aus; der R4 wäre heute mein Favorit, weil innen ähnlich groß wie die Megane, dazu die feinen Details wie niedrige Ladekante, umlegbare Beifahrersitzlehne, und das zum günstigeren Preis. Die paar kWh weniger Akkukapazität würden mich davon nicht abhalten.

    Motoren mit Schleifringen und Kohlebürsten werden im industriellen Bereich zu Abermillionen seit vielen Jahrzehnten verwendet. Isolationsprobleme durch Abrieb sind dort extremst selten, da müssen einige besonders ungünstige Umstände zusammen kommen.

    Von einem Konstruktionsfehler bei Renault würde ich dann ausgehen, wenn das Problem bei einem größeren Prozentsatz der Autos auftritt. In den Foren wurde zwar von ein paar Isolationsfehlern berichtet, die übrigen Ursachen waren bei der Meldung "Laden unmöglich" defekte Akkuzellen.

    Es wäre interessant zu wissen, welche dieser Fehlerquellen auf wieviele Autos insgesamt zu verzeichnen waren; das wird leider kaum herauszufinden sein.

    In jedem Fall finde ich es nicht kundenfreundlich, wenn Renault zwar Akkus auf Garantie tauscht, nicht aber Motoren. Die Garantie sollte sich auf den gesamten elektrischen Antriebsstrang beziehen.

    Nach dreieinhalb Jahren und 53tkm ziehen wir grundsätzlich ein positives Fazit, trotz des defekten Akkus letzten Herbst. Außer diesem gab es keinerlei technischen Defekte. Der Verschlussmechanismus des Ladeanschluss-Deckels funktioniert noch immer einwandfrei dank rechtzeitiger Schmierung und leichten Nachfettens ab und zu. Mit Stoßdämpfern oder Spurstangen gab es keine Auffälligkeiten.

    Der Radioempfang war mal einige Monate sehr schlecht. Die Werkstatt, bei der ich gekauft hatte, war so unterirdisch, die hatten dafür keine Abhilfe (nicht mal den richtigen Reifendruck nach Räderwechsel kriegten die gebacken!). In der Nähe unseres heutigen Wohnortes fand ich einen Renault-Händler, der sich kümmert und solche Dinge sofort löst.


    Die Akkugröße passt uns genau, aber auch mit etwas weniger würden wir auskommen. Ladeleistung AC 22kW war in der Zeit, bevor wir hier die eigene Wallbox bekamen, super. Denn hier am Ort gibt es keine DC-Lader, und so konnte ich komplett aufladen z.B. während eines Restaurantbesuchs, oder beim Einkaufen ausreichend nachladen. Jetzt ist das Feature gelegentlich hilfreich, wenn an einem Zielort ein AC-Lader ist und wir uns dort nicht allzu lange aufhalten. Die Handhabung des Ladekabels ist ja wirklich kein Aufwand (dank Tasche mit Klettverschluss an der Seite des Kofferraums, somit immer zugänglich), auch wenn ein einzelner User hier nicht müde wird, dies als Ding der Unmöglichkeit darzustellen. Im Gegensatz zu Diesel-Zapfpistolen stinkt das Kabel nicht!


    Klimaautomatik, Licht, Fahrwerk und Materialien des Innenraumes finden wir sehr gelungen. Die etwas lauten Windgeräusche wären verbesserungswürdig. Der weiße Lack ist sehr anfällig für Flugrost; helle Zweischicht-Lackierungen waren für die Variante damals nicht verfügbar, somit bedeutet das halt intensives Reinigen und Polieren jedes Frühjahr.

    Die Außenmaße sind noch nicht zu üppig; einzig die Breite ist für normgerechte Stellplätze grenzwertig.


    Der 130PS-Antrieb unseres Evolution ER reicht voll aus, auch mit 500kg-Anhänger (für uns ein Muss) über schwere Alpenpässe. Durch die geringere Leistung ist wahrscheinlich auch der Reifenverschleiß geringer; die Original-Sommerreifen haben noch über 4mm, die Winterräder jetzt 4vorn/4,5 hinten und müssen im Herbst zumindest vorn erneuert werden.


    Ein Highlight ist die Navigation mit Echtzeit-Daten und aus meiner Sicht optimaler Akku-Vorkonditionierung. Die Sprachsteuerung lässt gelegentlich zu wünschen übrig, dafür gibt es die feinen echten Tasten für alles, was wichtig ist.


    Bezüglich Updates, Daten auslesen usw. bin ich ein Exot: Es interessiert mich nicht, solange das Auto funktioniert. Wenn nicht, erwarte ich rasche Abhilfe in der Werkstatt.


    Wir wollen das Auto lange fahren, schon wegen des erheblichen Wertverlustes in den ersten Jahren. Nach heutiger Marktlage wäre ein Nachfolger eher R4 oder R5; vielleicht sogar ein ID Polo. An dem stört uns nur eins: Permanentmagnet-erregter Motor, d.h. mit seltenen Erden. Renault verzichtet glücklicherweise auf dieses ökologisch sehr problematische Material; zusammen mit der großen Fertigungstiefe in der EU ein für uns sehr starkes Argument für die Marke!


    Edit: Von den Assistenzsystemen nutze ich gern den Abstandstempomaten, aber nur bei sehr dichtem Verkehr oder Stau und nur auf Schnellstraße/Autobahn. In der Stadt ist der Begrenzer an. Dass die Hinderniserkennung funktioniert, hat mich auch mal vor Schaden bewahrt. Der Totwinkel-Assistent bewährte sich ebenfalls, die LED im Spiegel erleichtert den Spurwechsel, daran haben wir uns schnell gewöhnt.

    Rekuperation steht bei mir auf höchster Stufe, wobei schade ist, dass dies bei jeder Fahrt neu eingestellt werden muss. Im ländlichen Raum ist das fast OPD. Auch die bei uns unvermeidlichen langen Bergabfahrten sind damit erleichtert, ohne die Bremse zu betätigen.

    Auch hier Fazit: Passt, bei geringem Verbesserungsbedarf.

    Hallo Simso,


    hast Du das Auto abschleppen lassen und vielleicht schon eine Rückmeldung der Werkstatt? Würde mich sehr interessieren, ob bei Deinem Auto auch der Akku getauscht wird oder nur Software aktualisiert wird.


    Hoffe in jedem Fall, dass Du bald wieder eine fahrbereite Megane zurückbekommst.

    Der Wertverlust der Megane ist leider relativ hoch. Der Preis, zu dem Du den Neuwagen bekommen könntest, scheint mir ziemlich gut, während der Gebrauchte vermutlich wegen der geringen km-Leistung nicht sehr günstig ist. Beim Bj. 2022 gab es einige Akkudefekte, unserer war auch betroffen. Das Risiko, dabei einen finanziellen Schaden zu erleiden, ist aber nicht sehr hoch. Es greift die Akkugarantie bis 160Tkm, vorausgesetzt die Wartungshistorie ist lückenlos - also immer vom Renault-Händler, nicht bei einer freien Werkstatt gewartet.


    Was mir in dem Gebraucht-Angebot nicht gefällt, ist die lange Finanzierungsdauer und der hohe Zinssatz. Die Finanzierung würde ja erst auslaufen, wenn das Auto schon bald 9 Jahre alt ist. Bis dahin sind erhebliche Zinsen zusammengekommen, die würden mich schon vom Kauf abhalten und zu einem Neuwagen greifen lassen. Bei geplanter langer Haltedauer wird die Bedeutung des Wertverlustes ja immer geringer.