Beiträge von leisure17

    Nach dreieinhalb Jahren und 53tkm ziehen wir grundsätzlich ein positives Fazit, trotz des defekten Akkus letzten Herbst. Außer diesem gab es keinerlei technischen Defekte. Der Verschlussmechanismus des Ladeanschluss-Deckels funktioniert noch immer einwandfrei dank rechtzeitiger Schmierung und leichten Nachfettens ab und zu. Mit Stoßdämpfern oder Spurstangen gab es keine Auffälligkeiten.

    Der Radioempfang war mal einige Monate sehr schlecht. Die Werkstatt, bei der ich gekauft hatte, war so unterirdisch, die hatten dafür keine Abhilfe (nicht mal den richtigen Reifendruck nach Räderwechsel kriegten die gebacken!). In der Nähe unseres heutigen Wohnortes fand ich einen Renault-Händler, der sich kümmert und solche Dinge sofort löst.


    Die Akkugröße passt uns genau, aber auch mit etwas weniger würden wir auskommen. Ladeleistung AC 22kW war in der Zeit, bevor wir hier die eigene Wallbox bekamen, super. Denn hier am Ort gibt es keine DC-Lader, und so konnte ich komplett aufladen z.B. während eines Restaurantbesuchs, oder beim Einkaufen ausreichend nachladen. Jetzt ist das Feature gelegentlich hilfreich, wenn an einem Zielort ein AC-Lader ist und wir uns dort nicht allzu lange aufhalten. Die Handhabung des Ladekabels ist ja wirklich kein Aufwand (dank Tasche mit Klettverschluss an der Seite des Kofferraums, somit immer zugänglich), auch wenn ein einzelner User hier nicht müde wird, dies als Ding der Unmöglichkeit darzustellen. Im Gegensatz zu Diesel-Zapfpistolen stinkt das Kabel nicht!


    Klimaautomatik, Licht, Fahrwerk und Materialien des Innenraumes finden wir sehr gelungen. Die etwas lauten Windgeräusche wären verbesserungswürdig. Der weiße Lack ist sehr anfällig für Flugrost; helle Zweischicht-Lackierungen waren für die Variante damals nicht verfügbar, somit bedeutet das halt intensives Reinigen und Polieren jedes Frühjahr.

    Die Außenmaße sind noch nicht zu üppig; einzig die Breite ist für normgerechte Stellplätze grenzwertig.


    Der 130PS-Antrieb unseres Evolution ER reicht voll aus, auch mit 500kg-Anhänger (für uns ein Muss) über schwere Alpenpässe. Durch die geringere Leistung ist wahrscheinlich auch der Reifenverschleiß geringer; die Original-Sommerreifen haben noch über 4mm, die Winterräder jetzt 4vorn/4,5 hinten und müssen im Herbst zumindest vorn erneuert werden.


    Ein Highlight ist die Navigation mit Echtzeit-Daten und aus meiner Sicht optimaler Akku-Vorkonditionierung. Die Sprachsteuerung lässt gelegentlich zu wünschen übrig, dafür gibt es die feinen echten Tasten für alles, was wichtig ist.


    Bezüglich Updates, Daten auslesen usw. bin ich ein Exot: Es interessiert mich nicht, solange das Auto funktioniert. Wenn nicht, erwarte ich rasche Abhilfe in der Werkstatt.


    Wir wollen das Auto lange fahren, schon wegen des erheblichen Wertverlustes in den ersten Jahren. Nach heutiger Marktlage wäre ein Nachfolger eher R4 oder R5; vielleicht sogar ein ID Polo. An dem stört uns nur eins: Permanentmagnet-erregter Motor, d.h. mit seltenen Erden. Renault verzichtet glücklicherweise auf dieses ökologisch sehr problematische Material; zusammen mit der großen Fertigungstiefe in der EU ein für uns sehr starkes Argument für die Marke!


    Edit: Von den Assistenzsystemen nutze ich gern den Abstandstempomaten, aber nur bei sehr dichtem Verkehr oder Stau und nur auf Schnellstraße/Autobahn. In der Stadt ist der Begrenzer an. Dass die Hinderniserkennung funktioniert, hat mich auch mal vor Schaden bewahrt. Der Totwinkel-Assistent bewährte sich ebenfalls, die LED im Spiegel erleichtert den Spurwechsel, daran haben wir uns schnell gewöhnt.

    Rekuperation steht bei mir auf höchster Stufe, wobei schade ist, dass dies bei jeder Fahrt neu eingestellt werden muss. Im ländlichen Raum ist das fast OPD. Auch die bei uns unvermeidlichen langen Bergabfahrten sind damit erleichtert, ohne die Bremse zu betätigen.

    Auch hier Fazit: Passt, bei geringem Verbesserungsbedarf.

    Hallo Simso,


    hast Du das Auto abschleppen lassen und vielleicht schon eine Rückmeldung der Werkstatt? Würde mich sehr interessieren, ob bei Deinem Auto auch der Akku getauscht wird oder nur Software aktualisiert wird.


    Hoffe in jedem Fall, dass Du bald wieder eine fahrbereite Megane zurückbekommst.

    Der Wertverlust der Megane ist leider relativ hoch. Der Preis, zu dem Du den Neuwagen bekommen könntest, scheint mir ziemlich gut, während der Gebrauchte vermutlich wegen der geringen km-Leistung nicht sehr günstig ist. Beim Bj. 2022 gab es einige Akkudefekte, unserer war auch betroffen. Das Risiko, dabei einen finanziellen Schaden zu erleiden, ist aber nicht sehr hoch. Es greift die Akkugarantie bis 160Tkm, vorausgesetzt die Wartungshistorie ist lückenlos - also immer vom Renault-Händler, nicht bei einer freien Werkstatt gewartet.


    Was mir in dem Gebraucht-Angebot nicht gefällt, ist die lange Finanzierungsdauer und der hohe Zinssatz. Die Finanzierung würde ja erst auslaufen, wenn das Auto schon bald 9 Jahre alt ist. Bis dahin sind erhebliche Zinsen zusammengekommen, die würden mich schon vom Kauf abhalten und zu einem Neuwagen greifen lassen. Bei geplanter langer Haltedauer wird die Bedeutung des Wertverlustes ja immer geringer.

    Das Schalten in N war möglich. Ich hatte es ein paar mal vergeblich probiert, dann klappte das beim Antippen des Hebels in Richtung R doch. Sonst hätte ich das Auto auch nicht so hinstellen können, dass es der Abschleppwagen hätte verladen können.

    Erst hab ich auch befürchtet, dass Kosten auf mich zukommen. Die Werkstatt hatte aber schon ein paar weitere Tauschaktionen abgewickelt und meinte, dass alles im Rahmen der Akku-Garantie sei. So war's dann auch - das Auto wurde in ein Akku-Reparaturzentrum in Linz verfrachtet, nach 4 Tagen konnte ich es bei meinem Händler wieder abholen.

    Auch ein Ersatzwagen wurde mir gestellt.

    Hoffe, südlich des Brenner läuft es genauso!

    So war das auch bei unserer Megane im Herbst. 12V-Batterie abklemmen nutzte nichts! Hab dann die Assistance angerufen, das Auto musste in die Werkstatt geschleppt werden. Die anfängliche Vermutung eines Software-Problem (so dachten der Werkstattmeister und ich) war falsch; am Ende hat Renault Österreich den Tausch der Antriebsbatterie in die Wege geleitet. Meiner ist allerdings aus Sommer 2022, und die erste Serie hatte ja teilweise fehlerhafte Akkus, wie hier mehrere Mitforisten schon erfahren haben. Meist traten die Probleme rascher auf; bei unserem eben später.


    So wirst Du übers Wochenende Deine Megane leider nicht wieder nutzen können. Hoffe, Du bekommst Anfang der Woche zügig Hilfe.


    Edit: Die Werkstatt konnte den Fehler erst mal wieder zurücksetzen, sodass ein paar Tage Fahrt bis zum Akkutausch möglich waren; ich wurde aber gebeten, bitte in der Zeit möglichst wenig zu fahren und nicht DC zu laden. Tatsächlich zeigte das Auto wenig später wieder "DC Laden unmöglich".

    Wenn die Werkstätten genau nach dem Diagnoseablauf vorgehen, der von Renault vorgegeben ist, sind die Chancen nicht schlecht, dass das Problem erkannt und behoben wird.

    Leider ist das ziemlich aufwendig, und Mechatroniker könnten versuchen, Schritte auszulassen, die nicht zielführend erscheinen. Dann kann es beispielsweise passieren, dass inkompatible Softwarestände nicht erkannt werden.

    Ich durfte dabei dabei mal die ganze Zeit über die Schulter des Mitarbeiters schauen und staunte, wie viele einzelne Diagnoseprogramme aufgerufen werden müssten. Mehrmals wurde ein veralteter Softwarestand angezeigt. Wenn das aktualisiert war, musste der Diagnoseschritt nochmals durchlaufen werden, solange, bis alle Systeme auf kompatiblem Stand waren. Und immer wieder nachlesen in den Anweisungen vom Hersteller - am Ende dauerte die Diagnose über eine Stunde.

    Sehe ich nicht so.
    Das ist halt eines der wenigen Dinge, die beim Technik-Teil zum Führerschein gelehrt werden müssen.

    Dafür kann man viele andere Sachen über Bord werfen, wie z. B. Ölstandskontrolle, Birnchen wechseln, kein Benzin beim Diesel tanken, etc.

    Ein bischen Technik kann man dem Autofahrer schon noch zumuten, sonst soll man's lassen.

    Wäre schön, wenn's so käme. Aber (auch) in der Hinsicht hab ich den Glauben an die Klugheit der Zweibeiner, die sich Homo Sapiens nennen, schon länger verloren ;(

    Das hat VW cool gelöst. Man kann dort manuell vorkonditionieren und es wird im BC angezeigt, welche Ladeleistung momentan möglich wäre.

    Diese Lösung ist schon gut; allerdings vermute ich, dass die wenigsten Fahrer dies nutzen. Vielleicht kennen sie das Feature nicht mal. Denn gerade bei Fahrzeugen auf der MEB-Plattform beobachte ich sehr oft so niedrige Ladeleistungen, wie ich die von der Megane nicht kenne.

    wieso Zwischenziel? Gib doch die Ladesäule einfach als Ziel ein dann wird genauso vorkonditioniert.

    Schon mehrfach hatte ich nur die gewünschte Ladestation als Ziel (nicht als Zwischenziel) eingegeben und die volle Ladeleistung beobachtet. Allerdings reichte eine Landstraßenfahrt von ca. 30 Minuten bei frostkaltem Akku nur zu anfänglichen 70kW.

    Es hängt sicherlich sehr von der auszugleichenden Temperaturdifferenz ab und von einer Akkuerwärmung durch hohe Stromentnahme, wie lange die Konditionierung dauert. Es müssen halt rund 400kg Material erwärmt werden, das braucht Zeit und/oder sehr viel Heizleistung.