Da dein Fahrzeug aus dem Jahr 2022 stammt, wurde es ursprünglich mit der Software-Logik ausgeliefert, die nur bis zur Kriechgeschwindigkeit (ca. 7 km/h) verzögert. Das "echte" One-Pedal-Driving bis zum Stillstand wurde von Renault erst mit der Modellpflege 2024 (Einführung des Iconic-Modells mit neuer Software-Struktur) als Standard eingeführt.
Was ist technisch notwendig?
Um das Verhalten der 2024er Modelle auf deinen 2022er zu übertragen, reicht kein einfaches Häkchen im Menü. Es sind folgende Komponenten involviert:
Update des Bremssteuergeräts (BCU):
Dies ist der kritische Punkt. Die Software muss lernen, wie sie den Übergang von der elektrischen Rekuperation zur hydraulischen Bremse (Blending) bis auf 0 km/h steuert, ohne dass es ruckelt.
Update des Motorsteuergeräts (VCM):
Damit die Kennlinie des Fahrpedals beim Loslassen die nötige Verzögerung anfordert.
Werkstatt-Besuch:
Für Fahrzeuge aus 2022 ist dieses spezifische Update meist nicht als "Over-the-Air" (FOTA) verfügbar, da es tiefgreifende Sicherheitssysteme (Bremsen) betrifft. Es muss per Diagnose-Interface (Clip) beim Händler aufgespielt werden.
Deine Checkliste für den Renault-Partner
Da Renault Updates oft nur bei Fehlermeldungen oder im Rahmen von Wartungen kostenlos aufspielt, solltest du gezielt nach folgendem fragen:
ACTIS-Lösung: Frage den Service-Berater, ob es für deine VIN eine ACTIS-Nummer (interne Renault-Anweisung) für das "Bremsverhalten" oder die "Optimierung der Rekuperation" gibt.
Software-Migration:
Es gibt Berichte, dass 2022er Modelle durch ein Update der Steuergeräte auf den Stand von 2024 gebracht werden können, wodurch die "Halte-Funktion" über die Schaltwippen aktiviert wird.
Ein kleiner Realitätscheck unter Fahrerkollegen:
Manche 2022er Modelle haben Hardware-Revisionen der Bremskraftverstärker, die das "sanfte" Anhalten per Software etwas schwieriger machen als bei den ganz neuen Modellen. Es kann also sein, dass dein Händler dir sagt, dass es für exakt deine Charge noch nicht freigegeben ist.
Erstellt von Google Gemini