Beiträge von sputniki

    In Deutschland ist das gesetzestechnisch noch nicht gänzlich geklärt und daher auch noch nicht freigegeben. Um Ostern herum wurde das zwar auf den Weg gebracht und wird für das zweite Quartal 2023 erwartet. Ob und wie das dann kommt ist eine andere Sache. Grundsätzlich ist V2H eine super Sache, da man in Kombination mit einer PV-Anlage die Anschaffung eines separaten Hausspeichers sparen kann. Hausspeicher haben i. d. R. eine Kapazität von 10-12 KW, das E-Auto im besten Fall 60 KW. Umgerechnet auf den Jahresverbrauch hat eine vierköpfige Familie in etwa einen Jahresverbrauch von 4600 KW Strom. Auf den einzelnen Tag gerechnet wären das in etwa 12,x KW. Möchte man mit dem E-Auto abends/nachts die Stromversorgung für das Haus übernehmen wenn kein PV-Strom mehr verfügbar ist, wäre mit ca. 5-6 KW zu rechnen. Im Winter natürlich etwas mehr, wenn kein PV-Strom kommt. Aber es geht ja nicht darum, komplett autark zu werden, das ist derzeit so nicht möglich, aber als Unterstützung definitiv eine sinnvolle Sache.


    Hier ist noch ein guter Artikel bzgl. der gesetzlichen Lage:

    https://besserladen.de/deutsch…om-bidirektionalen-laden/

    Es wird beim V2G eher umgekehrt sein: Nachts den Überschussstrom aus dem Netz in den Akku laden und tagsüber in den Spitzenzeiten zurück ins Netz einspeisen. Wenn man sich den Tagesverlauf der Börsenstrompreise (netto) anschaut, könnte man einiges an Energie tagsüber im Netz gebrauchen, was nachts nicht abgenommen wird.


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    Die Preise sind für mich undurchschaubar. An der Ladesäule, die ich unterwegs auf Reisen benötige, sehe ich keinen Tarif. Wäre vom Vorteil, es transparenter, wie an den Tankstellen darzustellen.

    Bisher war eweGO / App Punktladung für mich nur eine zusätzliche Sicherheit oder wenn man nachts irgendwo ohne Zeitstrafe laden wollte. Derzeit sind die 49 Cent AC und 59 Cent DC aber wieder konkurrenzfähig (zumindest an Ionity). :saint:

    Bei mir ähnlich: bis Oktober um die 16-17kWh Verbrauch und im November (an den Tagen als es unter 0°C war) dann so 20-21kWh bei Stadtverkehr. Landstraße und Autobahn hatte ich bisher noch keine Gelegenheit.

    Ja, bei 24,7 Cent/kWh würde ich auch nicht wechseln!

    Wie gesagt: Unter bestimmten Bedingungen (stundengenaue Abrechnung technisch möglich, Hauptverbraucher zeitlich steuerbar) kann man die Kosten für den Strombezug gegenüber dem klassischen Jahrestarif der Energieversorger deutlich drücken. Die meisten haben ja bereits eine Preisanpassung bekommen, da muss man dann halt schauen. Es ist ja auch nicht so, dass man dann eine Preisgarantie hat. Also ein Risiko geht man zusätzlich ein. Möglicherweise ist dieses Risiko durch die Strompreisbremse reduziert weil man den gedeckelten Preis hat, aber das ist auch spekulativ.


    Ein Argument (für mich persönlich) für den Wechsel zu Tibber ist übrigens, dass die ihre Zertifikate für den erzeugten Strom aus einem Windpark beziehen, den ich bei guter Sicht sogar sehen kann. 8) <3

    Mein bisheriger Versorger hat seinen Ököstrom mit Zertifikaten aus norwegischen Wasserkraftwerken grün gewaschen.

    Interessant. Für mich war es klar, dass das von der Bremse kommt, denn es hört sich so an, wie das Geräusch, dass ich höre, wenn ich von der Bremse gehe, nach dem Auto-Hold gegriffen hat. (Hab das im Thread beschrieben, wo es um das Klacken beim Wechsel vom Stromgeben und Rekuperieren geht).

    Im Entwurf des Kabinetts heute gibt es noch einen Satz, der für die dynamischen Tarife wichtig sein dürfte: "Wenn der gewichtete durchschnittliche Arbeitspreis nach Satz 1 oder 2 am ersten Tag eines Kalendermonats für den gesamten Kalendermonat nicht ermittelt werden kann, ist für die Bestimmung des gewichteten durch- schnittlichen Arbeitspreises auf den mit der zeitlichen Gültigkeit der einzelnen vereinbarten Arbeitspreise gewichteten durchschnittlichen Arbeitspreis des Vormonats abzustellen."


    Das klingt so, als müssten Tibber und aWattar dann auf jeden Fall im Folgemonat die Strompreisbremse anwenden, wenn im Vormonat der durchschnittliche Börsenpreis >40 Cent/kWh (inkl. Netzentgelte und Steuer) gehandelt worden wäre. Nach wie vor offen ist die Frage, ob bei den Hourly-Tarifen von aWattar und dem über den Smartmeter/Pulse stundengenau abgerechneten Tarif bei Tibber der allgemeine Monatsdurchschnitt oder der persönliche (tatsächliche) Durchschnitt herangezogen wird. Schauen wir mal, was beide Unternehmen in den nächsten Tagen dazu sagen.