Hallo,
Die aktuelle Marktlage lässt die hohen Preise zu, so lange diese auch bezahlt werden. Die Geldmenge, die bisher hauptsächlich negativ verzinst liegen geblieben ist, ist ja gigantisch hoch. Jetzt fließt das Geld. Die Inflation ist hoch, aber die aktuellen Zinsen sind weit weg von der Inflationsrate. Da wird auch die am 21.07. erwartete Leitzinsenerhöhung von 0,25% nichts ändern. Die Einlagenfazilität wird vermutlich von minus 0,5% nur auf minus 0,25% angehoben werden. So werden wohl bei überliquiden Banken die Einlagezinsen negativ bzw. zu einem Teil negativ bleiben. Der Kaufkraftverlust bleibt hoch, so ist es eine Frage der Zeit, bis Konsumenten vom Markt zwangsweise ausscheiden. Höhere Kreditzinsen werden das wohl beschleunigen. Das ist ja auch der Sinn der Inflationsbekämpfung, die Nachfrage einzudämmen. Nur das Thema explodierende Energiekosten hat nichts mit einer klassischen Lohn-Preisspirale zu tun, das ist ein rein politisches Problem. Dieses könnte zu einer schweren Rezession führen. Inwieweit Italien, Spanien, Portugal und Griechenland die erwarteten Leitzinsenerhöhungen aushalten, ist ein anderes Thema.
Liebe Grüße
Udo