Beiträge von Energiesparer

    So, wir haben jetzt unsere erste 1100 km Urlaubsfahrt mit dem Megane durchgeführt. Insgesamt muss ich sagen, dass es recht stressfrei und ohne Reichweitenangst, aber gefühlt auch weit entfernt von einem sinnvoll optimierten Ladeplanung und daher mit ineffizienten, langen Ladepausen abgelaufen ist.


    Zumeist führten die Ladestop-Planung mit eine Restladung von 30% bis einmal sogar 57% zu schlechten Ladeleistungen (zum Teil nur 55 kW Start-Ladeleistung und dann noch abfallend). Da nur wenige Stops von der Navigation eingeplant waren, sollte zumeist auch recht hoch geladen werden.


    Einmal hatten wir dann keine Ruhe mehr auf das Erreichen des empfohlen SOC zu warten und sind mit einem niedrigeren Akku-Stand als empfohlen losgefahren. Ziel-Angabe war dann mit roter Warnung und berechnetem 4% Ziel-SOC zum nächsten Ladepunkt. Da das Google System sehr konservativ rechnet, waren es bis zum Ladeziel dann doch 14% und endlich legte der Megane auch kurzfristig mit 126 kW Ladeleistung los.


    Übrigens hat das System bei diesem „Frühstart“ unterhalb der empfohlenen und als Warnung ausgegeben SOC zum Weiterfahren keine Umplanung der Ladepunkte angeboten oder durchgeführt. Es bliebt stumpf bei seiner Planung. Einzig als wir einmal während er Fahrt einen Hinweis auf eine ca. 12 Minuten schnellere Route akzeptierten, erfolgte auch eine Anpassung der Ladepunkte. Leider wieder mit einem Ladepunkt bei fast 50% vorhergesagten Ladestand.


    Also, wer mit der Google Navigation seine Ladestops plant, muss keine Angst haben stromlos irgendwo „zu verhungern“. Selbst wenn eine Ladestop wegen technischer Defekte ausfallen würde, wäre vermutlich die nächste Lademöglichkeit noch gut erreichbar. Aber um eine Fernstrecke mit mehreren Ladungen schnell und effizient hinter sich zu bringen liefert die Ladeplanung des Megane aktuell aus meiner Sicht kein gutes Ergebnis.



    Was ich mir als Navigation und Ladeplanung wünschen würde, wäre eine permanent aktualisierte Liste anstehender „Servicestationen“ an meiner Route. Ladesäulen inkl Anzahl und Ladeleistung, Restaurants, Toiletten usw. mit den noch verbleibenden Kilometern zu diesen, in denen der Megane noch die voraussichtliche Reichweite und SOC einblendet. Als Fahrer könnte man dann einfach fahren und sich spontan anhand des vorausgesagten Restreichweite entscheiden abzufahren und zu laden, oder noch bis zu einer späteren Ladestation zu warten. Gibt es so etwas vielleicht als App-Ergänzung für das Google System, oder vielleicht als CarPlay App auf dem Smartphone:

    Wird sind gerade mit dem Megane über München nach Italien gereist. Wir hatten insgesamt auf knapp 1100 km 6 Ladestopps genutzt. Es war immer problemlos möglich einen freien Ladepunkt zu finden. Auf allen geplanten Stopps war die Auslastung maximal 25% der Ladepunkte belegt. Einzig in München im Wohngebiet musste ich kurz zum nächsten Ladepunkt fahren, da der zuerst ausgewählte gerade belegt wurde.


    Allerdings hatte wird 2x „defekte“ Säulen erwischt:


    Einmal konnte ich in München an einer Säule mit keiner meiner Karten eine Ladung freigeben. Die Nachbarsäule vom gleichen Anbieter funktionierte aber problemlos.


    In der Schweiz hatten wir eine Ladesäule die sich mit der Karte entsperren ließ, nach dem Anschließen die Ladung gestartet hat. Als wir 20 Minuten später geschaut haben wie weit der Megane geladen ist, wurde leider „Ladung abgebrochen“ ausgewiesen. Ein zweiter Versuch brach auch nach 1-2 Minuten ab. Das wirklich doofe war, dass wir in der Schweiz kein Mobilfunk-Roaming hatten, sodass wir nicht per Push-Notification über den Abbruch der Ladung informiert wurden. Auch hier haben wir die Säule gewechselt und die Ladung funktionierte dann problemlos.


    Aber insgesamt war das Laden sehr problemlos. Als Ladekarten konnten wir 1x Ewe Go und ansonsten EnBW nutzen und in München unsere ARCD Ladekarte von Stadtwerke Heidenheim AG nutzen.

    Ich nutze den Anhänger am Megane weiterhin sehr häufig:


    Aussortiertes zum Wertstoffhof bringen, Kompost holen, große Haushaltsgeräte einkaufen, Möbel und Umzugskartons transportieren, Gartenabfälle wegbringen, …


    Hätte ich statt einem Renault Megane E-Tech Electric den Volkswagen ID.3 oder Opel Mokka-E würde mir regelmäßig die Anhängerkupplung fehlen.


    Keine Ahnung warum die anderen Hersteller Ihre Modelle künstlich beschränken. Im Moment sind deutsche E-Kompaktwagen einfach zu limitiert.


    Der Akkuverbrauch kann nicht der ausschlaggebende Faktor sein. Meistens fährt man ja nicht mit dem Anhänger Langstrecke.


    Nun ja, da freuen sich die Franzosen, wenn man Ihre Fahrzeuge kauft.

    Ich fahre den Megane tatsächlich ruhiger und langsamer als die vorhergehenden Verbrenner. Der Grund liegt allerdings nicht im Energieverbrauch (der jedoch auch positiv ist), sondern darin, dass das Fahrzeug noch einmal ca. 400kg mehr wiegt als der letzte Verbrenner. Damit liegt die kinetische Energie im Falle eines Aufpralls höher und der Schaden den ich bei anderen anrichten kann ist damit gestiegen.


    Daher fahre ich mit dem Megane langsamer, da ich mir des Risikos welches ich und mein Fahrzeug für andere Verkehrsteilnehmer darstelle bewusst bin. Hierzu habe ich zumeist den Begrenzer der auf die tatsächlich zulässige Geschwindigkeit (50 km/h, 30 km/h) eingestellt ist aktiv. Ergänzend fahre ich ebenso in der höchster Reku-Stufe, sodass das Fahrzeug bei eine Notbremse schon abbremst, während ich noch mit dem Fuß zum Bremspedal wechsle.


    Auf Landstraßen bin ich zumeist mit 80 km/h unterwegs und im Alltag auf den Autobahnen in unserer Gegen mit dem hier zumeist gültigen 100 km/h Geschwindigkeitslimit. Auf den seltenen Langstrecken fahre ich auf der Autobahn zwischen 120 und 130 km/h als Reisegeschwindigkeit.

    "Unfortunately, the rollout of this software version has been stopped because the update did not bring enough changes/improvements to your multimedia system. The new update will be rolled out in November.

    Leider haben die Leute bei Renault wohl nicht darüber nachgedacht, dass selbst wenige Verbesserungen für den Anwender entscheidend sein können, dessen Problem gerade dadurch gelöst wird.

    Die optische Verkehrszeichenerkennung selbst funktioniert bei mir ziemlich gut. Vielleicht ist Deine Optik der Kameras nicht gut eingestellt.


    Bei Geschwindigkeitssymbolen mit darunter befindlichen Zusatzzeichen gibt es die Einschränkung, dass er es mir nicht erlaubt die erkannte Geschwindigkeit manuell per Tastendruck in meinen Begrenzer zu übernehmen, was nervig ist.


    Ebenso ist das Problem, dass die Geschwindigkeitsbeschränkungen an Ortsgrenzen nicht aus dem Kartenmaterial überführt werden, weiterhin vorhanden. Hier hat es keine Lösung über Updates gegeben.


    (Weiterhin Megane E-Tech Electric in Evolution-Ausstattung und damit ohne adaptiven Tempomat)

    Unser Anhänger am Megane hatte in der Zwischenzeit noch so einige Einsätze. Letzte Woche war es der Einkauf eines neuen Bett und Schreibtisch und gestern war es der Transport eines 3-Türen-Kleiderschrank, ein 2-Sitzer-Sofa (jeweils zerlegt) und ein wenig Kleinkram für ein WG-Zimmer. Die Kombination aus Megane und Anhänger ist einfach genial. Recht kompakt im Alltag und groß bei Transportaufgaben. Schade, dass diese Kombination eine absolute Nische im E-Auto-Markt zu sein scheint.