Beiträge von KaMaKi

    Reiner Mal ganz ehrlich: bist Du mit deinem letzten Auto auf WLTP-Niveau gefahren?

    Warum regt sich niemand darüber auf, wenn ein Verbrenner 40% mehr verbraucht als die WLTP-Angabe? Nur bei BEV gibt es dieses dauernde Reichweiten-Geheul.

    Mein letztes Auto war ein Seat Leon TGI, den bin ich mit 9% unter WLTP gefahren. In kWh umgerechnet waren das rund 60 kWh / 100 km. Beachtet man, dass beim Verbrenner mindestens zwei Drittel der Energie ungenutzt verpuffen, kommt man auf 20 kWh / 100km für die reine Fortbewegung. Warum soll jetzt ein BEV, das 300kg mehr wiegt, 30% weniger Energie verbrauchen?

    Nicht immer alles glauben, was Werbestrategen in Hochglanzprospekten von sich geben, sondern Gehirn einschalten und selbst nachdenken...

    Bitte vergesst doch endlich mal diese sinnfreie Rumrechnerei.

    Bei meinem MeganE bedeutet 100% SOC bei den aktuellen Temperaturen eine verfügbare Energiemenge von 55 kWh, bei optimalen Temperaturen im Sommer sind es gerne auch mal 62 kWh.

    Aktuell liegt meine reale Reichweite auf Langstrecke auch nur bei rund 250km. So what? Dann lade ich eben 5 Minuten länger am Schnelllader.

    Ich liege im ganzjährigen Mittel bei etwas über 20 kWh/100km inkl. Ladeverluste. Jede andere Berechnung ist absolut nutzlos, weil eine Traktionsbatterie eben kein Spritfaß ist, das immer die selbe Menge bunkern kann.

    Weiss das Auto wenn ich z. B. in 150 km eine Ladesäule anfahren will

    Dazu musst du dir ein USB-Kabel ins Ohr stecken und mit der Buchse in der Mittelarmlehne verbinden. </Sarkasmus>


    Woher soll das Auto wissen, wann und wo du laden willst?


    Du planst eine Route im Navi. Die freundliche Stimme weist dich darauf hin, dass du das Ziel nicht erreichen kannst oder am Ziel nur wenige % SOC verbleiben und schlägt eine (oder mehrere) Zwischenladungen vor. Diese kannst du akzeptieren oder ändern. (Meist lösche ich die vorgeschlagenen Ladepunkte und suche mit dem Sprachbefehl "Suche Ladestation in ...." nach den von mir bevorzugten, die ich zuvor schon in meiner Ladeapp ausgesucht habe.)

    Wichtig ist, nicht die Adresse der Ladestation zu suchen, sondern die Ladestation selbst. Wird diese als Zwischenziel übernommen, gibt dir das Navi einen Vorschlag für die minimale Ladezeit. Ist die Außentemperatur niedrig und der SOC ausreichend hoch, startet das Fahrzeug die Vortemperierung der Batterie ca. 30 Minuten vor Ankunft an der Ladesäule.

    Ein Tipp: das ist selbst bei tiefen Temperaturen nur beim ersten Ladestopp nötig. Fährt man nach dem Laden direkt weiter und muss dann noch einmal laden, reicht die Temperatur der Batterie beim zweiten Ladestopp immer noch für eine hohe Ladeleistung. So kann man spontan eine Ladesäule anfahren, ohne diese erst im Navi umständlich als Zwischenziel hinzufügen zu müssen.


    Blöd ist es, wenn keine Internetverbindung besteht (ist bei mir schon ein- oder zweimal vorgekommen). Dann kann das Navi nur die Stationen anbieten, die in den Offline-Karten hinterlegt sind (das sind bei Weitem nicht alle). Außerdem kann dann der Status der Station (frei/belegt/defekt) nicht abgefragt werden.

    Mir erschließt sich nicht, warum jeder beliebige PV-Wechselrichter bei Nennleistung einen Wirkungsgrad von >98% hat, aber der Gleichrichter im MeganE unter 90 % liegen soll.

    Wenn sich die Ladeverluste bei AC oder DC signifikant unterscheiden würden, dann müsste bei der Berechnung des Durchschnittsverbrauchs (geladene Energie geteilt durch gefahrene km mal 100) auch ein deutlicher Unterschied festzustellen sein. Das ist nach meinen Aufzeichnungen nicht der Fall. Ich lade häufig auf 100%, sowohl an AC als auch an DC. Die geringsten Unterschiede zwischen bezahlter und im Fahrzeug gespeicherter Energie habe ich an DC 50kW. Hier ist kaum Kühlung oder Heizung nötig. Lade ich mit > 120kW, dann röhrt der MeganE nach ein paar Minuten wie ein Hirsch in der Brunft.

    Ich bin entgegen der allgemeinen Auffassung von der sehr hohen Effizienz des On-Board-Gleichrichters im MeganE überzeugt. Selbst beim PV-Laden mit 8kW sind die Verluste sehr gering und die Energiebilanz dennoch plausibel.