Beiträge von Hugybear

    persönlich allerdings mehr als nur ausschließlich die Verarbeitungsqualität.

    Für mich ebenfalls. Genau darum habe ich überhaupt den Post verfasst.

    Ich will aber, dass Software ab dem Punkt einwandfrei funktioniert, wenn ich

    das Auto als Neuwagen beim Händler ausgeliefert bekomme und nicht

    nach jahrelangen Trial-and-error-OTA-updates. Verbesserungen sollen selbstverständlich

    möglich sein. Wunder dauern aber angesichts der unveränderten Hardware

    sowieso etwas länger.


    Wenn die Federung bretthart ist oder der Blinkerhebel fehlt wie bei Tesla,

    dann ist halt fertig. Und zwar fertig lustig und das erst noch für immer.

    Das ist immer so, bei allen BEVs so und das kann man auch nicht ändern.

    Wer glaubt, mit Apothekermethoden BEV fahren zu sollen,

    sollte sich nochmals mit allen Aspekten Materie befassen. Dass Du

    weisst, wie das funktioniert, Udo ist mir schon klar.


    Die extreme Effizienz von BEVs hat halt auch unerwartete Nebenwirkungen,

    wenn sich in den Rahmenbedingungen etwas ändert. Ich habe da schon

    ganz Erstaunliches im Rhônetal mit dem Mistral erlebt.

    Die Verkaufszahlen in der Kompaktklasse und vor allem des Megane leiden meiner Meinung nach auch an den realitätsfernen Vorstellungen & Erwartungen potentieller Käufer (1.000 km Reichweite, 10 min Ladezeit), obwohl das gar nicht dem eigenen Nutzungsverhalten entspricht.

    Das ist nach meiner Erfahrung eher eine Schutzbehauptung der potentiellen Käufer, um nicht

    umlernen zu müssen. Einen realen Hintergrund hat das aber für Nutzer, die keine Wallbox

    zu Hause haben. Die wollen dass das genau so funktioniert, wie bei ihrem bisherigen Diesel:

    Ranfahren, füllen und vergessen.

    den A390 würde ich sofort kaufen, hätte er nur einen größeren Akku mit 800 Volt-Technik.


    Die reale Reichweite ist bescheiden. Dazu kommt, dass man mit dem gerne Gas gibt. 23 kWh Verbrauch nicht zu überschreiten, da muss man sich eh schon zusammenreißen.


    Im Winter sind bei vollem Akku wohl keine 200 Kilometer Reichweite möglich. Nutzt man eine Bandbreite von 20% bis 80% Ladezustand, ist von Wien nach Salzburg zweimal Laden nötig.

    Dass man bei der Leistung 295 kW Zurückhaltung üben muss, um auf eine gute Reichweite zu kommen, erstaunt mich nicht.


    Der Akku ist immerhin mit 89 kWh noch zwei kWh grösser als beim Scenic. Der ist halt doch um einiges effizienter, was man

    auch an der WLTP-Reichweite festmachen kann, die ist mit 625 km doch noch mal um eine ganze Grössenordnung

    weiter als die 550 km des A390 ist. Die 800 km hier nach Südfrankreich von der Ostschweiz aus schafft er bei den gegenwärtigen

    Bedingungen mit zwei Mal Nachladen bei Ausnutzung der erlaubten Geschwindigkeiten.


    Für diese Übung brauchte der MeganE einen Stop mehr. Einzeletappen von mehr als 250 km benötigen einen Ladestand

    von über 90%. Gerade dann. zeigt sich auch, dass die Ladeplanung ein sehr grobes Schätzeisen ist.


    Aber der A390 hat eine andere Klientel im Auge und setzt eher eine "sportliche Note".


    Danke für Deine Eindrücke,

    Hugybear

    Wie war die Fahrt mit dem brandneuen A390? Bin vor zwei Monaten mal drin gesessen, habe aber

    darauof verzichtet, damit zu fahren.


    Die Strecke von 296 km gem. ABRP kann der Megane bei einer maximalen Geschwindigkeit von 120 km/h gerade

    noch schaffen und kommt mit 11% SOC an. Daher wohl Deine Frage.


    Nach meiner Erfahrung sind/wären Schritte kleiner als 5% beim SOC am Ziel nicht sinnvoll. Die Planung ist ja

    das Eine, die reale Fahrt u.U. etwas ganz anderes. So hart an der Grenze des Möglichen wird es halt so oder

    so zu einem Mutspiel. Während der Fahrt zeigt Dir ja der Megane immer den am Ziel erwarteten SOC als moving

    Target an.