Beiträge von KaMaKi

    dennoch sollte man nicht zu oft kurz nur fünf Prozent oder so nachladen: Jedes Laden startet einen neuen Ladezyklus, und deren Zahl ist laut TCS und ADAC meistens auf 1000 bis 1500 pro Batterie begrenzt

    Das halte ich für das älteste und mit Verlaub gesagt dümmste Ammenmärchen (das sogar immer wieder von E-Auto-Fahrern weiterverbreitet wird). Nur mal zum drüber Nachdenken: in einigen Minuten an praktisch jedem Betriebstag wechselt der Betriebsmodus der Antriebsbatterie mehrfach zwischen Leistungsabgabe und -aufnahme (Wechsel zwischen Beschleunigung und Rekuperation z. B. im Stadtverkehr). Damit wäre die Zahl der "Ladezyklen" bei den meisten BEVs schon nach ein paar Monaten aufgebraucht. Wie kann es sein, dass so manche Zoe seit 10 Jahren mit der selben Batterie unterwegs ist und dennoch noch 90% SOH hat?

    Die Hersteller geben die voraussichtliche Lebensdauer in Vollzyklen an (also von 0% auf 100%), weil der durchschnittliche Autofahrer zu doof ist, mit der Angabe von kWh etwas anzufangen (wie man in den meisten Autoforen feststellen kann, auch für BEV).

    eure Preise sind einfach nur krass :( was den Strom angeht

    Wir finanzieren seit zig Monaten mit unseren hohen Strompreisen die französischen Stromnetze quer. In D wird Erdgas verstromt (zu den höchsten kWh-Preisen), um die Ausfälle der französischen AKWs (praktisch alle!) zu kompensieren, damit die Bürger in F weiterhin billigen Atomstrom (aus in D verstromten Erdgas) beziehen können. Kann man verstehen, muss man aber nicht.

    Solange von Seiten der Politik die Weichen nicht gestellt werden, wird wohl kaum ein Hersteller etwas in der Richtung anbieten (höchstens V2L, was max. eine Notstromversorgung sein kann). Nach derzeitigen Rechtsstand ist V2G schlicht und einfach nicht zulässig.

    Habe heute auch mal den Praxistest auf meiner Stamm-Route gemacht.

    Distanz: 264 km

    Start bei 100%, 14°C, Reifendruck V 3,2 H 3,0 (Michelin e.Primacy2 195er 18"), mäßiger Wind meist entgegenkommend, streckenweise leichter Regen

    Die ersten 18 km Überland mit mehreren Ortsdurchfahrten, dann 220 km BAB (Tempomat 123 km/h außerhalb von Limits), danach wieder Überland, die letzten 10km Stadtverkehr.

    Ankunft mit 18%, Restreichweite 75 km.

    Verbrauch laut PC 18,1 kWh / 100 km bei 93,2 km / h Durchschnittsgeschwindigkeit (FunFact: an der Auffahrt zur BAB nach 18 km lag der Wert bei 10,0 kWh / 100 km).

    Aber: die Topografie ist grausam. Höhenunterschied auf der zurückgelegten Strecke +1957 m / -2190 m (Startpunkt 350 m über NN, Ziel 118 m)

    Momentan lade ich noch an DC 50 kW.

    Edit: Ladung beendet, geladene Energie 50,0 kWh. Durchschnittsverbrauch (real inkl. Ladeverlust): 18,9 kWh / 100 km. Da gibt es nix zu meckern.

    Woher willst Du wissen, wie meine Werkstatt ausgestattet ist? Ich fahre seit 1985 PKW und Krad und habe noch nie eine Bremse in einer Profi-Werkstatt überarbeiten lassen. Desweiteren habe ich auch schon mal eine komplette Motorüberholung eines Vierzylinder-DOHC-Motors (mit Ausnahme des Honens der Zylinder) gemacht.

    Wenn ich es selbst mache, dann weiß ich, dass ordentlich und ohne Zeitdruck gearbeitet wurde.

    Wer so etwas Triviales wie Wischerblätter wechseln im Autohaus erledigen lässt, der muss halt die Märchenpreise zahlen. Ich lasse nur von Renault direkt vorgeschriebene Arbeiten erledigen. Alles andere mache ich selbst (einschl. Bremsen).