Hallo zusammen,
ich fahre ebenfalls einen Renault Megane E-Tech 220hp EV60 TECHNO. Erstzulassung ist 06/2023 und er hat aktuell 44.000km gefahren. Bei mir tritt
das metallische "Klackgeräusch" beim Lastwechsel deutlich auf (Anfahren, Bremsen). Nach Diagnose der ersten Renault-Werkstatt hat man mir einen
Kostenvoranschlag zum Tausch des Getriebes in höhe von rund 8500€ gemacht. Ein Kulanzantrag der Werkstatt ergab, dass Renault lediglich 50%
der Kosten übernimmt. Da ich damit, aufgrund der geringen Laufleistung und des jungen Alters, nicht zufrieden war hatte ich private eine Kulanzprüfung
auf 100% Kostenübernahme gestellt inklusive ausführlicher technischer Begründungen, warum ein Reduktionsgetriebe mit dieser Laufleistung nicht
als üblicher Verschleiß angesehen werden kann. Leider lief dieser auch darauf hinaus, dass man mir lediglich eine Kostenübernahme von 50% anbot.
Daraufhin habe ich die Mediation eingeschaltet, welche über den gesamten Verlauf der Geschichte informiert wurde und den gesamten Mailverkehr
weitergeleitet bekam, in der Hoffnung, dass diese in diesem Fall etwas bewirken kann. Auch eine unabhängige Diagnose einer zweiten Renault-Werkstatt
verwies auf ein defektes Getriebe mit der Aussage "die Antriebswelle arbeite gegen das Getriebe und verbiege sich" inklusive eines Videos der Diagnose.
Aktuell warte ich noch auf Rückmeldung der Mediation - währenddessen bot mir die zweite Werkstatt an, dass sie wohl 70% Kostenübernahme heraus-
holen könnten. Nach Rücksprache mit der zweiten Werkstatt warten wir gemeinsam erstmal das Ergebnis der Mediation ab, bevor wir den Fall mit
unserem Anwalt besprechen um weitere Möglichkeiten abzuwägen.
Prinzipiell empfinde ich es als Frechheit einen Kunden mit einem so "frischen" Fahrzeug mit 50% Kostenübernahme über ein Bauteil abzuwinken,
welches ein komplettes Fahrzeugleben problemlos überdauern sollte. Parallel wirbt man bei Renault auf der eigenen Webseite mit der Langlebigkeit
von Elektrofahrzeugen gegenüber den Verbrennern. Klar ist das Fahrzeug aus der Garantiezeit, aber selbst Renault müsste da einlenken und einen
solchen Defekt als unüblich erkennen. Um einen werksseitigen Fehler zu deklarieren müsste man das Getriebe zerlegen und von einem entsprechenden
Fachkundigen prüfen lassen - evtl. auch ein Weg den ich bereit wäre einzuschlagen.
Aktuell sitze ich aber leider ohne Fahrzeug da, da ich mich mit dem Megane E-Tech nicht mehr zu fahren traue - einerseits aus Angst weiteren Schaden
anzurichten und andererseits weil mir keine der Werkstätten zusichern möchte, dass das Fahrzeug weiterhin verkehrssicher betrieben werden kann.
Funfakt - er hat direkt TÜV am Tag der Diagnose bei Werkstatt 1 frisch erhalten.