Hallo zusammen,
ich dürfte vermutlich einer der Ersten hier im Forum sein, der mit seinem Megane E-Tech (EZ 07/2022) das 3. Wartungsintervall nach 4 Jahren erreicht hat. Da sich bei diesem Service ein paar spannende Themen aufgetan haben – insbesondere beim Thema Klimaanlage/Wärmepumpe, der 12V-Batterie und Software-Fragen –, möchte ich meine Erfahrungen und Empfehlungen mit euch teilen.
1. Klimaanlage & Wärmepumpe: Warum der Klimacheck nach 4 Jahren Pflicht ist!
Bei einem E-Auto hängt an der Klimaanlage weit mehr als nur der Komfort im Innenraum – das System versorgt über die Wärmepumpe bekanntlich auch das Thermomanagement der Hochvoltbatterie.
- Ergebnis: Bei mir wurden 200 g Kältemittel nachgefüllt (bei ca. 1.050 g Gesamtfüllmenge im System). Das ist über 4 Jahre ein absolut normaler Schwund, zeigt aber, wie wichtig die Wartung ist.
- Dampfreinigung: Ich habe zusätzlich eine gründliche Verdampfer-Dampfreinigung machen lassen (wofür sogar ein paar Verkleidungsteile demontiert werden mussten).
- Kosten: Der komplette Klimaservice lag zusammen bei knapp 250 bis 350 €, die reine Inspektion bei ca. 150 €. Ein absolut fairer Preis für das, was es leistet – und im Fall der Fälle hat man lückenlose Wartungsnachweise für eventuelle Kulanzanträge bei Renault.
- Spar-Tipp: Den Innenraumfilter habe ich selbst online (z. B. Autodoc) für knapp 5 € bestellt und mitgebracht. Werkstätten rufen dafür gerne mal 50 €+ auf.
2. Das 12V-Batterie-Thema & das Upgrade auf AGM
Renault hat bei der Durchsicht festgestellt, dass meine 12V-Batterie nach 4 Jahren durch ist und dringend getauscht werden muss.
- Angebot von Renault: 250 € nur für die Batterie – und verbaut wird ab Werk wieder nur eine stinknormale Blei-Säure-Standardbatterie. Die Werkstatt darf herstellerbedingt gar nichts anderes verbauen.
- Mein Problem mit der Werksbatterie: Ich habe eine Dashcam mit Parkraumüberwachung im Auto laufen. Das ständige, langsame Leersaugen im Stand verkraften normale Blei-Säure-Akkus extrem schlecht (Sulfatierung).
- Auswirkung im Winter (Vampire Drain): Bei mir führte die geschwächte 12V-Batterie in Verbindung mit Kälte zu extremem Vampire Drain – teilweise 5 bis 10 % Akkuverlust über Nacht, weil die Hochvoltbatterie die sterbende 12V-Batterie im Stand ständig nachladen musste.
Meine Lösung: Ich habe das Angebot von Renault abgelehnt und rüste jetzt im August selbst auf eine Varta AGM-Batterie (kostet online ca. 140 €) auf!
- Wichtig: Renault hat mir explizit bestätigt, dass der Einbau einer AGM-Batterie technisch völlig problemlos ist und das Auto damit wunderbar läuft – sie selbst dürfen sie nur aus Garantiegründen nicht verkaufen.
- Wichtiges Detail zur Fahrzeugeigentum: Mein Fahrzeug ist finanziert (Eigentum). Wenn ihr ein Leasingfahrzeug fahrt, solltet ihr bezüglich eigener Komponenten immer erst Rücksprache mit der Leasinggesellschaft halten!
- Hinweis: Wenn ihr keine Dashcam mit Parkmodus nutzt, altert eure Batterie natürlich langsamer – ein Upgrade auf AGM schadet aber bei Ruhestromverbrauchern nie.
3. Zusatzinfo: Batteriezustand (SoH) des Hochvolt-Akkus
Was ich sehr interessant fand: Der Renault-Vertragshändler konnte mir am Computer direkt online anzeigen, wie der Gesundheitszustand (State of Health / SoH) meiner großen Hochvoltbatterie ist.
- Ergebnis: Mein Akku liegt nach 4 Jahren aktuell bei 94 % SoH.
- Dieser Wert wird von Renault kontinuierlich live überwacht und aktualisiert. Das Schöne daran: Ihr könnt diesen Wert im Rahmen der Wartung (oder sogar einfach kurz am Telefon) völlig kostenlos bei eurem Händler erfragen!
- Kleine Vorschau: Ich werde demnächst auch noch einen unabhängigen, externen Batterietest über die OBD-Schnittstelle durchführen lassen, um zu sehen, wie nah der gemessene Wert an der Angabe von Renault liegt.
4. Update-Frage: One-Pedal-Driving bei den ersten Generationen
Ich hatte bei der Gelegenheit direkt auch mal nachgefragt, ob ein offizielles Update auf echtes One-Pedal-Driving möglich ist, da ich persönlich eher schlecht damit beziehungsweise mit der Standard-Rekuperation über die Wippen klarkomme.
- Das Ergebnis: Das wurde leider abgelehnt, da das werkseitig für die älteren Baujahre offiziell nicht als Update zur Verfügung steht.
- Ich habe es jetzt auch dabei belassen. Wer das bei den ersten Generationen des Megane E-Tech unbedingt haben möchte, müsste das wohl auf inoffiziellem Weg ("abseitig") lösen – das werde ich aber definitiv sein lassen. Auf offiziellem Weg über die Werkstatt geht es laut Auskunft jedenfalls nicht.
5. Was im August noch ansteht
Im August habe ich ohnehin einen Termin bei meinem Fahrzeugaufbereiter. Der lässt mir die mittlerweile komplett rostbraun gewordenen Bremssättel neu lackieren und übernimmt im selben Zug auch schnell den Aus- und Einbau der neuen AGM-Batterie.
Sobald die finale Rechnung von der Inspektion heute Abend vorliegt, kann ich euch auf Wunsch auch noch mal die exakten Posten auflisten!
Wie sieht es bei euren 12V-Batterien und den Klimaanlagen nach 2–4 Jahren aus? Habt ihr ähnliche Erfahrungen mit dem Winter-Drain gemacht?
VG Jonas
Der Text wurde mit Hilfe von Google Gemini erstellt.