Beiträge von Eugenius

    Sollte dies ein Problem darstellen, beim Herstellerwechsel keinen BMW in Betracht ziehen. BMW setzt bei seinen Elektros bauartengleiche Motoren ein d.h. fremderregte Elektromotoren mit Schleifringen ( Bürsten). ;)

    Andere Hersteller mit fremderregten Elektromotoren und Schleifringen ....?

    Tatsächlich verwendet BMW auch fremderregte Motoren aber (wenn man der KI glauben schenken darf) wohl ohne Schleifringe und Bürsten, sondern "kontaktlose bzw. verschleißarme Erregungslösung".


    Eins möchte ich hier noch klarstellen. Meine Behauptung, dass es sich hierbei um ein "Konstuktionsfehler" handelt, ist natürlich lediglich mein persönliches, subjektives - und zugegeben auch laienhaftes - empfinden. Ich bin kein Techniker. Sicherlich wird der Fehler nicht bei jedem Auto vorkommen. Ich finde aber auch, dass diese Fehler bekannt gemacht werden dürfen und müssen. Ich finde es einfach nicht richtig, dass Renault sich hier komplett aus der Verantwortung zieht und Kunden, die viel Geld für ein neues Auto ausgeben (und z. T. viele Jahre dafür sparen) einfach so im Regen stehen lässt. Stattdessen verdient Renault bei diesen Kunden zusätzlich noch mit dem Verkauf von weiteren Elektromotoren dazu.

    Hallo zusammen, in diesem Zusammenhang möchte ich auch gerne von meinen Erfahrungen und Erkenntnissen berichten. Mein Renault Megane E-Tech ist ca. 3,5 Jahre alt und ist ca. 90.000 km gelaufen. Ich habe ebenfalls die Fehlermeldung "Laden nicht möglich" oder "Laden unmöglich" (genauen Wortlaut weiß ich leider nicht mehr) gehabt. Das Auto konnte zwar ganz normal gefahren werden, aber das Laden wurde vom Fahrzeug blockiert. Also hatte ich bei Renault angerufen und das Auto wurde zum Renault-Vertragswerkstatt abgeschleppt. Nach etwa zwei Monaten Hin- und Herkommunikation mit der Werkstatt hieß es für mich: Isolationsfehler mit der Folge: E-Motorschaden!!! Der gesamte E-Motorblock sollte ausgetauscht werden. Kostenvoranschlag der Werkstatt: 6.600 EUR!!! Kulanz wurde von Renault in meinem Fall nicht gewährt. Hier wird der Kunde also von Renault komplett allein gelassen. In der Art: "Herzlichen Dank, dass Sie bei uns ein teures Auto gekauft haben, das wissen wir sehr zu schätzen. Aber nun ist der Motor kaputt... kann passieren... einfach neuen rein und fröhlich weiterfahren. Vielen Dank und auf Wiedersehen."


    Nach div. Telefonaten mit anderen Werkstätten, wurde mir empfohlen eine EV-spezialisierte Werkstatt aufzusuchen. Besonders eine Werkstatt in Berlin (EVClinic) wurde mir besonders empfohlen. Also habe ich mir einen Autoanhänger und eine Zugmaschine besorgt, den Wagen von der Vertragswerkstatt abgeholt und nach Berlin gefahren. Und das war die beste Entscheidung... ich hätte das viel früher tun sollen. Da arbeiten echte EV-Spezialisten, die wissen was sie tun. Nach ca. 1,5 Wochen konnte ich den Wagen dort heile wieder abholen. Dort wurden alle wichtigen Komponenten ausgebaut und einzelnd durchgemessen. Der Motor wurde ausgebaut, Schaden diagnostiziert und repariert. Gesamtkosten 1.600 EUR. Auch viel - aber im Vergleich zu 6.600 EUR ein echtes Schnäppchen.


    Und jetzt eine kurze Erläuterung wie es zu diesem Motorschaden gekommen ist und das hat mich echt schockiert:


    Renault ist vielleicht der einzige Hersteller, der fremderegte Synchronmaschinen (EESM/FSM) mit Schleifringen am Rotor des Elektromotors verwendet. An diesen Schleifringen befinden sich Bürsten, die sich mit der Zeit abnutzen. Durch diese Abnutzung entsteht Abriebstaub. Und genau dieser Abriebstaub ist offenbar in den Motor gelangt. Ab einer bestimmten Menge wird dieser leitfähig und es kommt zum Isolationsfehler. Das bedeutet für mich: Ein klarer Fall eines Konstruktionsfehlers bei Renault. Es ist nicht einmal ausgeschlossen, dass dies nach einer bestimmten Zeit nicht wieder passieren kann.


    Ich werde also schauen, dass ich den Wagen in nächster Zeit wieder verkaufe. Das war dann mein erster und letzter Renault.